Die erste Kirche-auch chronologisch die
erste-die einem beim Aufstieg zur Oberstadt begegnet, ist sie
Mitropoli (Agios Dimitrios): under der Kirchenkuppel ist in den
Boden eine Steinpllatte mit dem byzantinischen Doppeladier
eingelassen dem Symbol der Palδologen. Hier neben dem reich
verzierten Thron, soll der άberlieferung nach Kaiser von Konstantin
bei seiner Krφnung gestanden haben. 1449 wurde Kostantinos Palδologos
in Mistra zum letzten Kaiser von Byzanz gekrφnt, um vier jahre spδater
auf den Mauern der von den Turken belagerten Reichshauptstadt
Konstantinopel zu fallen. Nur wenige jahre spδter (1460) fiel auch
Mistra.
Der Doppeladier zog die Krallen ein und Mistra, die glanzvolle
Hauptstadt des Despotats, sank zur Bedeutungsiosigkeit herab. Im
Westflugel der mit sehr schφnen Fresken ausgemalten Kirche ist ein
Museum eingerichtet worden, in dem u.a. der bedeutende
Skulpturenschmuck zusammengestellt ist.
An der Nordseite der Stadtmauer sehen wir die beiden
eindrucksvollsten Kirchen, die Theodorenkirche und die Panagia
Odigitria (Afendiko), mit ebenfalls grobartigem Freskenschmuck. Nahe
dem hφchsten Burgtor die Agia Sofia und an der Ostseite des Hόgels
das Pandanassa-Kloster aus dem 15. Jh., mit Wandmalereien in
leuchtenden Farden und einer Kirche, die durch ihre ausgewogenen
Proportionen auffδllt. Das Kloster ist das am besten erhaltene
Bauwerk in Mistra und als einziges heute noch von gastfreundlichen
Nonnen bewohnt. Durch die engen, verwinkelten Gassen der toten Stadt
wandernd kommt man schlieblich zum Perivleptos-Kloster unmittelbar
unterhalb des steilen Burgfelsen, mit wunderbarem Freskenschmuck.
Hier beginnt nun der Aufstieg zur Burg, όber gewundene Treppen,
durch Bogengange und lnnenhφfe. άberall Ruinen, eingestόrzte
Mauern, verfallene Wehrtόrme, geborstene Platten, in Trόmmer
gefallene Herrenhδuser.
Zu Fόben des Burgberges die weite Edene, und όber allem ein
Hauch vergangener Grφbe. Ein steiler Pfad fόhrt hinauf zum Gipfel,
zur Burg. Im Schutz dieser schon durch ihre Lage uneinnehmdaren
Festung mit ihren mδchtigen Tόrmen und Wehranlagen konnte sich
Mistra in byzantinischer Zeit zu einen bedeutenden geistigen Zentrum
entwickein: Metropoliten, Fόsten, aufgekiδrte Δbte, Grόnder
philosophischer Schulen, Mφnche, kόnstler, Grφben des
Geisteslebens wie Pachomios.
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